Nur den Menschen,
die du geliebt hast,
bist du wirklich begegnet
in dieser Welt.

Die anderen haben
deinen Weg nur gekreuzt.




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Leere. Immer wieder diese Leere.
15.7.17 22:31


Was soll ich sagen? Wenn ich so lange schweige, dann heißt es in der Regel immer das gleiche, wenn ich mich dnan plötzlich wieder melde. Ich bin am Boden und so zielich am Ende meiner Kräfte. Theoretisch habe ich jetzt anderthalb, knapp zwei Wochen Urlaub. Praktisch wird es dennoch keine Erholung sein.
Zurzeit fühlt es sich so an, als würde jeder etwas von mir wollen. Als würden die Menschen um mich herum nur nehmen, nehmen, nehmen und mich aussaugen.
Mein Chef tut es schon so lange, dass es beinahe Gewohnheit ist. Aber er bedankt sich dafür und sagt, dass er den Laden ohne mich nicht am Laufen halten könnte. Worte. Wuhuu, vielen Dank. Bringt man heutzutage aber so bei, dass ein "Danke" zwischendurch die größte Wertschätzung ist.
Mein Freund macht es mittlerweile eigentlich ganz gut, aber ich weiß um die Bedürfnisse, die ich gerade einfach nicht erfüllen kann.
Im Schnitt arbeite ich jede Woche 55 Stunden plus Wochenende. In dieser Woche habe ich eigentlich Freiausgleich. Oder Homeoffice. Oder bin anwesender Supervisor. Wie man es nimmt, ich habe auf jeden Fall jeden Tag gearbeitet. Alle fragen mich, wie ich das schaffe. Alle sagen, ich soll mal eine Pause machen. Gleichzeitig kommt dann eine der Kolleginnen an und bittet mich, ihr doch in meinem Urlaub ein sehr komplexes Thema bei einem Kaffee beizubringen. Allein dass sie denkt, sie könnte es gemütlich bei Kaffee und Kuchen lernen, zeigt mir, dass sie es überhaupt nicht begriffen hat. Von der Unverfrorenheit der Frage nach meiner Freizeitopferung - nicht ihrer, meiner - mal abgesehen. Als ich ihr anbot, dass ich in zwei Wochen käme, um über genau dieses Thema dann einen Vortrag für alle zu halten, war sie entrüstet, das sei ihr zu spät.
Eine andere Kollegin möchte eigentlich Management sein und ist immer mega empört, dass sie niemand Management sein lässt. Fragt mich aber bei jeder zweiten Entscheidung um meinen Segen, damit sie nicht die ist, die einen drüber bekommt, wenns falsch ist. So läuft Management. Nicht.
Meine Mutter hat letzte Woche ihre Katze eingeschläfert. Mein Bedauern wurde abgetan, bereits im Vorfeld wann immer wir darüber sprachen. Sie war ja schließlich schon alt. Dann schickte sie mir noch ein Foto der toten Katze im Grab. Darauf reagierte ich nicht mehr. Meine Mutter war sehr enttäuscht. Gestern steckte sie ihre Hand in einen laufenden Rasenmäher. Zum Glück ist nur ein Finger gebrochen. Ich soll nicht zu ihr fahren, heute käme ja der Handwerker. Aber wenn ich nicht fahre, wird sie enttäuscht sein.
Zu guter Letzt, da diesen Monat eine Abbuchung erfolgte, die erst für nächsten Monat kalkuliert war, bin ich so gnadenlos pleite wie tatsächlich seit Jahren nicht mehr. Meine Barschaft beläuft sich auf 150€, auf dem Konto sind noch 50, dann ist das Dispo ausgereizt. 270 kostet mich das Pferd diesen Monat noch, nächste Woche muss mein Auto in die Werkstatt - weswegen ich eigentlich dann erst wieder nach Hause fahren wollte, aber es hilft ja jetzt nichts - die Rechnung für das Medikament meiner Katze von 90€ liegt vor mir, ich muss mindestens einmal tanken, Lebensmittel kaufen Sieht schlecht für mich aus. Es lebe die Kreditkarte. Die versprochene Gehaltserhöhung hat mein Chef anscheinend vergessen. (Liegt vielleicht an der neuen Freundin)
14.7.17 11:40


Ich mag ihn. So einfach ist das. Nicht mehr. Aber auch nicht weniger.

Der Alltag läuft wie er läuft. Beruflich geht es eigentlich aufwärts. Doch noch immer bin ich nicht sicher, ob es wirklich der richtige Weg für mich ist. Es fügt sich grade alles so einfach, so nahtlos, so ohne mein Zutun ineinander, dass ich denken möchte, es solle so sein. Ernsthafte Gedanken möchte ich mir dagegen eigentlich lieber nicht machen.
4.6.17 00:20


Es wird der Tag kommen, an dem ich auf die letzten Beiträge wieder peinlich berührt zurückschauen werde. So wie ich es heute auf die nun vergangenen tue. Es ist nicht rational, es erinnert mich zu sehr an altbekannte Muster. Aber vielleicht brauche ich das ja auch. Eine alte Illusion, die Halt gibt, wenn man einen braucht. Es macht keinen Sinn, dass es gesund ist, hat auch niemand gesagt. Dennoch kommt sie, sobald man ihrer Bedarf. Mit etwas Glück geht sie genauso schnell.
Zurzeit ist alles gut. Mit Fynn läuft es besser. Manche Dinge werden sich einfach nicht ändern. Es wird Zeit, dies zu akzeptieren.
5.5.17 21:13


Eine gemeinsame Freundin hat die Dinge vielleicht etwas gerade gerückt für mich. In dem Gespräch ging es um etwas anderes. Doch was sie sagte war, dass er jetzt aufpassen sollte, sich keinen Lückenbüßer zu suchen. Wenn seine Frau geht, hinterlässt sie unweigerlich ein großes Loch. Er solle bloß nicht den Fehler machen, es mit jemand beliebigem füllen zu wollen. Und genau das wird er versuchen.

Vielleicht dreht mein Kopf jetzt total durch. Aber da ich Körperkontakt schon immer größtmöglich gemieden habe, und mir demnach dessen immer recht bewusst war, wenn es passierte, glaube ich doch, mich nicht zu täuschen. Diese Woche ist es mehr. Letzten Freitag gab es diese so seltsamen vielleicht oder vielleicht auch nicht bedeutenden Momente. Vielleicht hat er doch einige intelligente Schlussfolgerungen mehr gezogen als erwartet, auch wenn ich es nicht ernsthaft denken mag. Es ist wie immer beiläufig. Ein Stoßen von der Seite, ein Fassen an die Schulter, ein Klopfen darauf, absolut vermeidbare Berührung beim Rüberreichen eines Stiftes. Jedes für sich bedeutungslos, doch auffallend in ihrer Summe. Auffallend. Und Besorgnis erregend.
Dieses Gefühl von Zwang ist nicht mehr ganz so stark.
3.5.17 19:08


Einige Stunden lang habe ich jetzt diesen Blog zurück verfolgt bis 2013. Nicht jeden Beitrag habe ich zur Gänze gelesen. Viele waren mir peinlich. Doch vor allem scheint mir auffällig die Melodie der Beiträge. Seit meiner Beziehung mit Fynn wurde es nur noch sachlich und tot. Wenn ich mein Leben vergleiche vor Fynn und mit Fynn... dann weiß ich gerade nicht, in welchem ich mehr geliebt habe. Welches mir mehr Wert sein soll. Tatsächlich scheinen mir die letzten Jahre ziemlich leer gewesen zu sein. Es scheint mir gerade immer unmöglicher, zusammen mit ihm in die Zukunft zu schauen.
1.5.17 15:34


Es scheint mir, dass, wann immer ich anfange, mich intensiver mit mir selbst zu beschäftigen, dass, wann immer ich beginne, den Fokus wieder zu auf mich zu legen, dass immer genau dann, wenn mir klar wird, dass mein Leben so nicht weiter gehen kann, dass also genau dann, wenn sich etwas ändern muss und soll, dass genau dann wieder eine Obsession aus der Ecke springt.
So viele Jahre war es der Freund. Noch heute denke ich mit Bedauern, aber auch mit Scham zurück. So viel Leid hat er mir gebracht und ich habe es zugelassen, ja beinahe dankbar angenommen. Noch immer ist er nicht vollständig fort. Davor war es beinahe eben so viele Jahre jemand, dessen Namen ich nicht mehr erinner. Auch er ist nicht fort aus mir. Hin und wieder denke ich an ihn zurück und frage mich, was aus seinem Leben geworden ist. Ganz selten frage ich mich, was aus meinem geworden wäre, wäre ich doch damals nur etwas reifer gewesen. Ich denke zurück an den schönsten Mann, den ich je gesehen habe. Der es noch immer für mich ist. Es war nur eine kurze Zeit, doch es hat mich bereichert. Ich denke an Izrael und dieses große "Vielleicht irgendwann" das auch nach zwölf Jahren immer noch da ist. Ich denke zurück an diesen einen Arbeitskollegen und ein "Vielleicht irgendwann", das ich aufgegeben habe. Ich denke an Fynn und diesen furchtbaren Schmerz als er vor zwei Jahren ging. Und frage mich, ob ich heute wohl ebenso leiden würde. Am Ende lande ich mit meinen Gedanken bei ihm. Ihm, der besser keinen Namen bekommt.
Er ist da, wohin ich auch blicke. Er ist da in jedem wachen Moment. Beinahe ist es schlimmer als vor Jahren noch mit dem Freund. Die Intensität erschreckt mich. Es scheint mir ein Ziel gesetzt, das zu erreichen unvermeidbar ist. Es scheint keine Alternative zu geben. Es ist mehr als ein Wunsch, ein Verlangen. Es ist Pflicht, Zwang, ausweglos, überlebenswichtig. So war es noch nie. Es macht mir Angst.
1.5.17 13:37


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