Nur den Menschen,
die du geliebt hast,
bist du wirklich begegnet
in dieser Welt.

Die anderen haben
deinen Weg nur gekreuzt.




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Laufen hilft. Der Alltag funktioniert wieder beinahe normal. Beinahe. Es hat sich etwas verändert. Zurzeit kann ich nichts schlechtes daran finden. Ich muss nur aufhören, immer wieder daran zu denken. ... Im Grunde ist das alles doch nur in meinem Kopf.
1.4.17 20:47


Dienstag war ich laufen. Auf der Arbeit hatte es sich etwas unglaublich absurdes ereignet. Ich kam nach Hause und musste laufen, sonst wäre ich explodiert. Es hat wirklich geholfen. Gestern bin ich wieder. So langsam fügen sich die Dinge wieder wie sie richtig gehören. Die absurde Situation beginne ich bereits ins Vergessen zu drängen.
24.3.17 22:16


"Sie und ich, wir werden uns trennen."
Ein Satz, der so gar nichts mit mir zu tun hat. Und doch steht seitdem meine Weltanschauung Kopf und mein Hirn denkt nur noch falsche Dinge.
20.3.17 21:23


Fynn und ich gehen einmal die Woche zu einem recht großen Supermarkt ein Stückchen weg von uns. Dieser Supermarkt liegt in einem Problemviertel, die Sparkassenfiliale direkt daneben wird von bewaffneter Security bewacht. Das soll jetzt wirklich total wertungsfrei sein, aber es wohnen drum herum eben viele Ausländer und Asylanten. Ich habe so gut wie keinen Kontakt dazu, es hat mit meinem Leben nichts zu tun.
Aber es hätte mal anders kommen können.
Wenn ich damals dem schönsten Mann, den ich je gesehen habe, an Weihnachten die Tür geöffnet hätte, ich wäre Teil einer mir jetzt so fremden Welt geworden. Fremde Sprache, fremde Weltanschauung, ein veraltetes Frauenbild. Er hat die Moderne akzeptiert, aber hätte es seine Familie ebenfalls? Es wäre wirklich spannend gewesen.
Ich mochte ihn wirklich. Wenn ich diese eine Information gehabt hätte, ich hätte die Tür geöffnet. Mein Leben wäre jetzt ein anderes. Niemals wäre ich gelandet wo ich jetzt bin.
Ob ich es bedaure? Wenn, dann nur selten. Eigentlich nicht. Ja, es läuft vieles schief und nicht so, wie ich es mir wünschen würde. Wirklich glücklich bin ich nicht. Aber doch da, wo ich sein soll.
11.3.17 17:34


Zurzeit läuft wieder etwas grandios schief in meinem Leben. Es macht mich nicht glücklich. Ich stehe morgens nicht auf und freue mich, dass der Tag beginnt. Ich bin immer müde und kaputt. Ich lache viel zu wenig. Ich bin unfair zu den Menschen, die ich liebe.

Heute habe ich frei. Dennoch zeigt mein Stundenkonto für diese Woche Überstunden an. Meine Kollegen sind keine Hilfe, sondern zusätzlicher Ballast. Auf meiner Liste stehen immer mehr und mehr Aufgaben, von denen ich keine abgeben darf. Volltönig nennt mein Chef mich den "Joker" und stellt mich vor Firmen als seine rechte Hand vor. Im Grunde heißt es aber nur, dass ich von allen die meisten Aufgaben mit der größten Verantwortung trage und es grundsätzlich ein Problem gibt, wenn ich ausfalle. Heute morgen wurde ich um 08:00 Uhr von der Arbeit geweckt eben deswegen. Es ist also nichts, worüber ich mich freue. Ob es wirklich der Weg ist, den ich gehen wollte, oder nur einer, auf den er mich drängt, das weiß ich noch nicht genau. Ich weiß nur, dass ich daran arbeiten muss, dem Grenzen zu setzen.
Am Mittwoch hat er mir Dinge erzählt die Zukunft des Betriebes betreffend mit dem eindringlichen Hinweis darüber doch bitte Stillschweigen zu bewahren, ich sei die einzige, der er davon erzählen würde. Selbst seiner Frau würde er davon nichts sagen bis er wirklich entschlossen wäre. Was ich davon halten soll, weiß ich auch nicht.
Letzte Nacht habe ich von ihm geträumt. Einen Schritt weiter als für gewöhnlich. Ich wende einfach zu viel Energie auf Belange auf, die mit ihm zusammen hängen.

Fynn und ich stecken im Alltag fest. Grundsätzlich läuft es dafür sehr gut. Er liebt mich, wofür ich ihm unendlich dankbar bin. Doch er fordert mehr als ich zurzeit geben kann. Und er versucht es sich zu nehmen, meine Einwände ignorierend. Das macht es mir sehr schwierig.

Mein Sozialleben liegt mal wieder am Boden. Selbst Freunde, von denen ich dachte, auf sie bauen zu können, geben mich so langsam auf. Das scheint mir das einzige, an dem ich derzeit aktiv arbeiten kann und das werde ich auch.

Warum auch immer denke ich in letzter Zeit viel zu oft an den Freund. Ich muss ihm wohl endlich wieder gegenüber treten und schauen, wie viel wirklich noch da ist, auf dass ich das Kapitel endlich abschließen kann. Doch noch bin ich nicht bereit dafür.

Ich vermisse meine Großeltern!

Zusammenfassend warte ich also immer noch auf die große Verbesserung, die der Schritt des neuen Jobs und Umzugs mit sich bringen sollte. Zeitweise habe ich es schon bereut. Aber zu warten ist der Fehler. Ich muss etwas tun dafür. Irgendwo werde ich die Energie dafür finden müssen.
10.3.17 14:10


Mein letzter Eintrag ist schon eine ganze Weile her.
Ich glaube, das hängt damit zusammen, dass Fynn jetzt auch hier wohnt. Die Verhältnisse sind recht beengt. Und irgendwie möchte ich bei diesen Gedanken ganz für mich sein. Ob das falsch ist?
Nächste Woche ziehen wir um, dann werden wir getrennte Arbeitsbereiche haben. Vielleicht kann ich mich dann wiedere öfter melden. Diese Einkehr in mein Selbst, das Ausleben von Emotionen, die im Alltag nicht wichtig sind, das fehlt mir sehr. Hin und wieder bin ich gerne traurig und depressiv, vermisse und sehne, träume, hoffe. Das alles geht zurzeit nicht. Vielleicht bald.

Grundsätzlich läuft mein Leben in keiner schlechten Bahn. Es könnte besser sein. Besser geht immer.

Fynn und ich stehen aufgrund des Umzugs und der mangelnden Zeit der Vorbereitung dafür etwas unter Stress. Wir streiten öfter als wahrscheinlich notwendig wäre. Aber er trifft auch einfach Entscheidungen, die ich nicht gut heißen kann. Dennoch, ich komme damit klar.

Auf der Arbeit ist viel zu tun. Mein Aufgabenbereich wächst und wächst. Momentan habe ich ein wenig den Überblick verloren.
Die Kollegin, die im Sommer eingestellt wurde, um mich zu entlasten und zu unterstützen, hat gekündigt. Jetzt beginnt wieder die nervenaufreibende Suche und Einarbeitung.
Dafür verstehen mein Chef und ich uns einfach super. Nächsten Monat bekomme ich eine Bruttogehaltserhöhung - nach einer Nettogehaltserhöhung im Sommer. Jetzt passen Gehalt und Leistungsanforderung so langsam zueinander. Zwei Erhöhungen in zehn Monaten, nach keiner habe ich gefragt. Ursprünglich sollte es erst nach einem Jahr eine Anpassung geben. Ich würde sagen, das spricht für meinen Chef.
Da wir so viel Zeit miteinander verbringen und innerhalb des Betriebes ziemlich auf uns beide allein gestellt sind, entwickelt sich da so langsam irgendetwas Freundschafts ähnliches. Es ist seltsam, weil ich so ein Verhältnis nie zu einem Chef hatte, auch nie das Bedürfnis danach. Aber wir verbringen einfach zehn Stunden am Tag miteinander - Fynn und ich maximal zwei unter der Woche. Halten Rücksprache bezüglich diesem oder jenem Vorgehen, dem Einschätzen der anderen Mitarbeiter oder Kunden. Manchmal geht es auch einfach um Banalitäten. Seinen Sport, meinen Umzug. Ein paar Mal hat er mich jetzt angerufen, wenn er auf dem Weg zu einem Seminar Langeweile hatte, oder als er das Gefühl hatte, ich sei sauer auf ihn gewesen. Es ist schon seltsam. Kein Wunder, dass ich letzte Nacht irritierend geträumt habe. Bedeutungslos, aber irritierend. In diesem Sinne...

Gute Nacht
19.11.16 19:51


Einen Fluch auf Tastenkombinationen, die meinem Beitrag gerade einfach das Fenster geschlossen haben.
Im Endeffekt lässt es sich aber auch kurz und knapp zusammen fassen:
Ich bin gerade nicht glücklich. Ganz und gar nicht. Physisch und psychisch bin ich einfach nur tiefenerschöpft, mir tut alles weh und mindestens zweimal die Woche ist mir so schlecht, dass ich würgend über der Toilette hänge. Körperliche Nähe zu Fynn kann ich gerade nicht ertragen, was ihn ziemlich verstört und verunsichert und unsere Beziehung auf eine harte Probe stellt. Die Wohnung sieht aus wie ein Schlachtfeld, weil mir die Kraft fehlt. Am Wochenende habe ich mich aufgerafft, jetzt ist es nicht mehr ganz so schlimm, aber körperlich hab ich es am nächsten Tag direkt gemerkt. Mein Sozialleben ist nicht vorhanden und obwohl ich gerade verdammten Urlaub habe, werde ich täglich von einer Kollegin mit Arbeitsfragen gestört, weil sie alleine die Stellung halten soll und es einfach nicht besser weiß. Die Vorstellung, ab nächster Woche wieder jeden Tag um 04:30 Uhr aufzustehen, um 05:30 Uhr 125km zur Arbeit zu fahren, um 07:00 Uhr den Laden aufzumachen (da ich verflucht nochmal sogar vor meinem Chef anfange, obwohl der nebenan wohnt), um dann gegen 18:00 Uhr wieder 125km zurück zu fahren und zwischen 19:30 Uhr und 20:00 Uhr Zuhause zu sein, bringt mich abwechselnd zum Weinen oder Kotzen. Ich weiß nicht mehr, ob die Arbeit dort wirklich das richtige ist. Seit einem Monat komme ich heim und schimpfe nur. Mein Kopf ist voll mit schlechten Gedanken, die ich nicht los werde, und schon mehr als einmal habe ich überlegt zu kündigen. Wenn das liebe Geld nicht wäre, würde ich es vielleicht sogar. Andererseits weiß ich auch nicht, wie der Laden ohne mich laufen soll... Doch im Grunde, was bilde ich mir ein, wir sind alle ersetzbar. Wenn das liebe Geld nicht wäre... ich bin nicht glücklich, ich bin mehr als erschöpft, habe niemanden, der nachvollziehen kann wie ich mich fühle und muss dringend etwas ändern. Wenn ich nur wüsste, was.
2.8.16 13:45


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