Nur den Menschen,
die du geliebt hast,
bist du wirklich begegnet
in dieser Welt.

Die anderen haben
deinen Weg nur gekreuzt.




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Einige Stunden lang habe ich jetzt diesen Blog zurück verfolgt bis 2013. Nicht jeden Beitrag habe ich zur Gänze gelesen. Viele waren mir peinlich. Doch vor allem scheint mir auffällig die Melodie der Beiträge. Seit meiner Beziehung mit Fynn wurde es nur noch sachlich und tot. Wenn ich mein Leben vergleiche vor Fynn und mit Fynn... dann weiß ich gerade nicht, in welchem ich mehr geliebt habe. Welches mir mehr Wert sein soll. Tatsächlich scheinen mir die letzten Jahre ziemlich leer gewesen zu sein. Es scheint mir gerade immer unmöglicher, zusammen mit ihm in die Zukunft zu schauen.
1.5.17 15:34


Es scheint mir, dass, wann immer ich anfange, mich intensiver mit mir selbst zu beschäftigen, dass, wann immer ich beginne, den Fokus wieder zu auf mich zu legen, dass immer genau dann, wenn mir klar wird, dass mein Leben so nicht weiter gehen kann, dass also genau dann, wenn sich etwas ändern muss und soll, dass genau dann wieder eine Obsession aus der Ecke springt.
So viele Jahre war es der Freund. Noch heute denke ich mit Bedauern, aber auch mit Scham zurück. So viel Leid hat er mir gebracht und ich habe es zugelassen, ja beinahe dankbar angenommen. Noch immer ist er nicht vollständig fort. Davor war es beinahe eben so viele Jahre jemand, dessen Namen ich nicht mehr erinner. Auch er ist nicht fort aus mir. Hin und wieder denke ich an ihn zurück und frage mich, was aus seinem Leben geworden ist. Ganz selten frage ich mich, was aus meinem geworden wäre, wäre ich doch damals nur etwas reifer gewesen. Ich denke zurück an den schönsten Mann, den ich je gesehen habe. Der es noch immer für mich ist. Es war nur eine kurze Zeit, doch es hat mich bereichert. Ich denke an Izrael und dieses große "Vielleicht irgendwann" das auch nach zwölf Jahren immer noch da ist. Ich denke zurück an diesen einen Arbeitskollegen und ein "Vielleicht irgendwann", das ich aufgegeben habe. Ich denke an Fynn und diesen furchtbaren Schmerz als er vor zwei Jahren ging. Und frage mich, ob ich heute wohl ebenso leiden würde. Am Ende lande ich mit meinen Gedanken bei ihm. Ihm, der besser keinen Namen bekommt.
Er ist da, wohin ich auch blicke. Er ist da in jedem wachen Moment. Beinahe ist es schlimmer als vor Jahren noch mit dem Freund. Die Intensität erschreckt mich. Es scheint mir ein Ziel gesetzt, das zu erreichen unvermeidbar ist. Es scheint keine Alternative zu geben. Es ist mehr als ein Wunsch, ein Verlangen. Es ist Pflicht, Zwang, ausweglos, überlebenswichtig. So war es noch nie. Es macht mir Angst.
1.5.17 13:37


Ich muss arbeiten und Dinge tun, die mich fordern und Konzentration bedürfen, um nicht an ihn zu denken. Aber er ist meine Arbeit.
Ich merke, dass ich obsessiv bin und nicht rational. Aber wie emotional bin ich wirklich dabei?
30.4.17 21:46


Scheiße nochmal, er bedeutet mir mehr als er sollte.
Auf der Arbeit ist es nur Arbeit und nichts anderes vorstellbar. Aber in den privaten Momenten ist er mir viel zu wichtig.
Wie werde ich das wieder los??
29.4.17 00:02


Fynn fragt mich, wann wir endlich anfangen ein Haus zu bauen.
Ich frage mich, ob unsere Beziehung überhaupt Sinn macht, so wie es gerade läuft.

Ich glaube, ich habe keine drei Monate mehr.
20.4.17 22:45


Im Juli habe ich Urlaub. Fynn auch. Er fährt in der Zeit zwei Wochen mit seinen Freunden weg. Ich glaube, das ist gut. Ich glaube, ich brauche Zeit. Ich glaube, ich muss selber wegfahren und mal etwas Abstand gewinnen. Von allem. Aber es sind noch drei Monate bis dahin. Drei Monate...
20.4.17 11:46


Ich bin eine schlechte Tochter. Eine wirklich schlechte Tochter. Zu sehr war ich auf mich fixiert und habe meine arme Mutter dabei vernachlässigt. Hoffentlich kann ich das in Zukunft ändern. Ja, es ist anstrengend, ja, es kostet Zeit und Energie. Aber ich sollte dennoch mehr auf sie Acht geben. Man weiß nie, wie lange jemand bei einem sein kann.

Gestern bin ich auf dem Rückweg noch auf der Arbeit vorbei gefahren. Nur für fünf Minuten. Es war schon dunkel und ich wollte kurz fünf Minuten lang eine Aufgabe beenden. Bin noch nicht einmal auf den Hof gefahren. Wie wahrscheinlich war es, dass mein Chef es mitbekommen würde? Fünf Minuten.
Genau in den fünf Minuten musste er den Müll rausbringen und stand auf einmal vor mir. Fünf Minuten. Dann sollte es wohl so sein. Wir sind dann noch rüber ins Privathaus gegangen, haben eine Flasche Wein getrunken und uns unterhalten. Es war wirklich angenehm. Eigentlich wollte ich gegangen sein bevor seine (Ex-)Frau von ihrem Kurztrip wieder da war, das hat allerdings nicht geklappt. War irgendwie peinlich, aber hat mir andererseits den offiziellen Abschied erspart.
Aber insgesamt war es vermutlich wohl doch keine gute Idee. Für meinen emotionalen Zustand. Nicht gut.
18.4.17 11:50


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