Nur den Menschen,
die du geliebt hast,
bist du wirklich begegnet
in dieser Welt.

Die anderen haben
deinen Weg nur gekreuzt.




  Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 


 



http://myblog.de/traumschwer

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Alle paar Monate kommt ein externer Berater zu meiner Arbeitsstelle, um meinem Chef hilfreich zu sein. In welcher Form genau ist mir bis heute schleierhaft. Bereits in meiner alten Stelle war er hin und wieder.
Am Dienstag hatten wir ein Gespräch, in dem er mir eine wirklich erschütternd zutreffende Analyse meiner Persönlichkeit gab. Es war eine Erkenntnis, die ich zwar immer hätte greifen können, aber doch stets gemieden habe. Es von einer eigentlich fremden Person zu hören, war erschreckend und erstaunlich zugleich. Und so betrübend, dass es sonst wahrscheinlich keiner wahrnimmt.
Eigentlich sollte es keine Überraschung sein. Und im Grund weiß ich es schon lang. Aber ich habe ein Problem damit zu vertrauen. Ich bin nach außen freundlich und in gutem Kontakt. Doch irgendwann kommt der Punkt, an dem die Tür zugeht. Weiter kommt niemand herein. Gewisse Räume werden nicht betreten. Das ist schon seit so langer Zeit so, dass ich nicht auf Anhieb sagen könnte, warum es so ist. Doch es ist so. Und es behindert mich in meinem Leben.
Es hindert mich an meinem beruflichen Aufstieg. Es behindert meine Freundschaften. Es behindert meine Beziehung.
Drei Jahre sind Fynn und ich jetzt zusammen. Er möchte ein Haus bauen, sesshaft werden, Kinder in die Welt setzen. Ich überlege mich zu trennen. Noch vor anderthalb Jahren wäre ich bei seinem Plan dabei gewesen. Vielleicht nicht ganz so extrem, aber da wollten wir doch das gleiche. Nach unserer Beziehungspause waren wir monatelang so glücklich. Ich war mir so sicher. Davon ist fast nichts mehr da. Ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich weg ist, oder ob ich jetzt einfach an dem Punkt stehe, an dem ich in dieser Beziehung einen Schritt nach vorne machen müsste. Und es einfach nicht will. Scheue aus Gewohnheit. Weil diese Tür einfach zu ist.
Eigentlich würde ich gerne mal eine Therapie machen. Um zu sehen, ob es etwas ändert. Ob die Müdigkeit und die Erschöpfung, der ständige Rückzug und das Fortstoßen von Menschen, sobald sie mir zu nahe kommen, aufhört. Dann denke ich wieder, mir geht es doch so viel besser als anderen. Was soll das ganze Gejammer?
31.8.17 20:31
 


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung