Nur den Menschen,
die du geliebt hast,
bist du wirklich begegnet
in dieser Welt.

Die anderen haben
deinen Weg nur gekreuzt.

by Hans Kruppa




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Eines macht mir der Blick zurück auf dieses Jahr jetzt schon klar. Ich habe mich verändert. Mal wieder. Ich bin nicht mehr, wer ich vor sechs Monaten war. Vor sechs Monaten war ich verzweifelt. Erneut. Und am Ende. Wieder einmal. Es gab nicht mehr als einen Silberstreif am Horizont und eine unerklärliche Gewissheit, dass ich am richtigen Platz bin. Endlich. Und ich hatte recht. Ich bin stärker geworden und zufriedener. Wieder mehr ich selbst. Aus dem Silberstreif ist so unglaublich viel Licht geworden, dass ich es nicht wahrhaben wollte. Also habe ich in gewohnter Manier mich mit einer Hand an der Dunkelheit festgehalten. Die Düsternis gehört zu meinem Leben. Ich könnte gar nicht ohne sie sein und will es auch gar nicht. Doch mit dem Winter voraus gewinnt sie wie immer an Macht. Dass sie mich überrollt, darf nicht geschehen. Ich will nicht jedes Jahr von vorne anfangen. Es sollte doch einfach mal möglich sein, dass ich glücklich bin. Und beides halten kann in meinem Leben: Licht und Schatten. Es gehört doch beides zu mir. Es gehört beides zu der Liebe, die ich geben kann. Irgendwann werde ich jemanden finden, der sie mit mir teilen will. Ich bin stärker als vor sechs Monaten. Es wird mich nicht in den Abgrund stürzen, wenn ich noch eine Weile nach diesem jemand suchen muss. Ich werde es überleben. Wieder und wieder. Ich werde überleben. Denn das ist es, was ich tue. Jeden Tag. Überleben. Und mehr. Leben.
11.11.19 23:26


Warum kann Mensch nicht akzeptieren, was er ist? Ein Mensch, nicht mehr. Kein Gott und gewiss nicht perfekt. Kein einziger ist es und mancher noch weniger als andere. Warum fällt es Mensch so schwer, seinen geringen Wert im großen Ganzen zu akzeptieren? Warum nur muss er sich beständig über andere erheben?
6.11.19 23:59


Es muss doch mehr geben als das. Ich habe doch mehr verdient als das.
Offensichtlich kann oder will er mir nicht geben, was ich brauche. Warum also halte ich trotzdem an ihm fest? Warum glaube ich trotzdem, dass es diese kleine Möglichkeit für uns noch gibt und er die Gelegenheit ergreifen wird, wenn ich ihm nur genügend Raum lasse? Es ist widersinnig und irrational. Ich sollte es aufgeben und meine Energie anderweitig einsetzen.
Ich habe mehr verdient.
4.11.19 22:22


Eine neue Woche ist vergangen und noch eine. Wieder hat sich alles geändert. Ich weiß nicht, wie lange ich das noch ertrage. Wie lange ich noch die Kraft dafür habe, es wertzuschätzen. Von so viel anderem wird derzeit meine Aufmerksamkeit geraubt, dass ich nicht weiß, wie ich weiter machen soll. Ich brauche seine Unterstützung dafür. Und wenn ich Abstand aus mir nehme, dann glaube ich fast, dass er mir gibt, was er kann, und ich kann es einfach nicht sehen. Vielleicht steht er sogar an dem gleichen Punkt wie ich. Und ich kann es nicht sehen, weil ich in meinem eigenen Elend stecke. Wie immer. Ob es sich je ändert?
27.10.19 23:12


Es verändert sich zwischen uns, jedes mal wenn wir uns sehen. Beinahe jede Woche. Er scheint mittlerweile zu der Überzeugung gelangt zu sein, dass ich es wert bin. Was auch immer. Er hatte am Anfang spürbar so viel Angst vor der Entfernung und Bindung überhaupt. Das hat sich geändert. Auch wenn er es nicht zugibt. Doch es bleibt unsicher und ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Aber ich mag ihn. Warum auch immer. Und auch mir ist es das wert.
7.10.19 00:32


Eine sehr intensive Woche liegt hinter mir. Viel Sozialkontakt. So viel mehr als ich es gewohnt bin. Ein Abend mit Lupus, ein Abend mit Izrael. Gemeinsame Zeit mit dem Mann. Doch was ist die wahre Erkenntnis dieser Woche? Dass ich noch immer egozentrisch drin stecke in meinem eigenen Kopf und vorschnell verurteile, wer doch nichts falsch gemacht hat. Irgendwann werde ich es hoffentlich überwinden.
17.9.19 00:31


Viele neue Eindrücke jeden Tag. Und die Erkenntnis, dass die Zeit vielleicht abläuft. Vielleicht gibt es das nächste Jahr nicht mehr für mich. Vielleicht sollte ich jetzt wirklich den Hintern zusammen kneifen und ranklotzen. Meine persönliche Entwicklung, mein möglicherweise existentes Liebesleben zurück stellen für die nächsten zwei, drei Monate und diesen blöden Katalog durchziehen. Es wäre vielleicht tatsächlich schaffbar. Aber ist es das, was ich will? Was ich wirklich noch will?
Ich komme mehr und mehr zu dem Eindruck, dass ich vielleicht doch besser im Büro aufgehoben wäre...
Anderes würde ich dafür gerne überstürzen...
12.9.19 19:53


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