Nur den Menschen,
die du geliebt hast,
bist du wirklich begegnet
in dieser Welt.

Die anderen haben
deinen Weg nur gekreuzt.

by Hans Kruppa




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Was soll ich sagen? Ich mag mein neues Leben hier. Es ist hart, wirklich hart. So wahnsinnig viel zu tun auf der Arbeit, so lange Tage, so viel Leid. Die Auszahlung des Umschuldungskredits lässt auf sich warten, so dass ich finanziell so schlecht stehe wie noch nie. Aber ich verdiene auch so gut wie nie, so dass sich die Englage mit dem nächsten Gehalt wieder entspannen wird. Ich liebe meine Wohnung und die Gegend. Wenn ich hier aus der Tür gehe und tief einatme, dann bin ich einfach nur glücklich. Das Feedback von den Arbeitskollegen mir gegenüber ist durchweg positiv. Mehrfach habe ich jetzt schon etwas mit einigen unternommen und weitere haben mich gefragt. Einer nach dem anderen schickt mir Facebook Anfragen, sogar Kollegen, von denen ich es nicht erwartet hätte. Seit Juni hat sich irgendwas in meinem Kopf gedreht. Ich bewege mich viel mehr als früher, bin schon deutlich fitter und habe seit dem 01.06. sechs Kilo abgenommen. Damit bin ich immer noch zu schwer, aber wieder bei einem Gewicht, dass ich zu meinen besten Zeiten hatte. Alles in allem fühle ich mich derzeit also wirklich wohl und oft so etwas wie glücklich.

Fynn hat eine neue Freundin. Ich tippe, seit ungefähr Juni. Er wechselt regelmäßig sein Profilbild von einem Pärchen Foto zum nächsten und ist gerade mit ihr im Urlaub. Ich gebe zu, dass ich neidisch bin. Wir haben es viereinhalb Jahre nicht geschafft, gemeinsam in den Urlaub zu fahren. Vermutlich nur ein weiteres Indiz, dass es einfach nicht sein sollte.

Am Freitag treffe ich mich mit Lupus. Darauf freue ich mich wirklich sehr und hoffentlich geht dieses mal nichts schief. Unsere Beziehung war ja immer davon geprägt, dass einer den anderen versetzt. Zugegeben, meistens ich ihn. Vor zwei Jahren haben wir uns zuletzt gesehen. Damals war sie noch da, die Anziehung von früher. Ich setze darauf, dass sich daran nichts geändert hat.

Meine letzten Gedanken zur Monogamie haben mir klar gemacht, was ich im Grunde schon lange weiß. Dass ich ein bisschen verrückt bin auf eine Art und Weise, die nicht einfach partnerschaftskompatibel ist. Vielleicht gibt es dort draußen jemanden, mit dem es auf Dauer passt. Bis dahin möchte ich aber Spaß am Leben haben. Und ich möchte lieben, wenn es auch nicht für immer sein mag, sondern nur den Moment. Ich möchte einfach wieder fühlen und leben. Zu lange habe ich mich nur hinter der Arbeit versteckt. Das möchte ich nicht mehr. Das werde ich nicht mehr.

Vor Jahren war ich in Noel verliebt. Im Januar hat sich gezeigt, dass es ihm auch so ging. Und dass wir wohl immer etwas für einander empfinden werden. Die Schweiz ist neutrales Gebiet. Ich freue mich sehr auf nächsten Januar, wenn wir uns wieder sehen.

Leben. Lieben. Schlank werden. Glücklich sein.
21.7.19 22:57


Es gibt einen Arbeitskollegen, den ich wirklich mag. Wie arbeiten eng zusammen, sind immer in der gleichen Schicht. Ich mag ihn. Er macht eine guten Job, er ist intelligent und witzig. Aber er ist auch viel zu überdreht und abgedreht, extrovertiert und exzentrisch für mich, als dass wir wirklich eng befreundet würden. Er ist mir oft zu nachlässig und nicht seriös genug. Auch optisch ist er eigentlich nichts für mich. Dennoch ist da immer irgendwas in der Art wie er jemanden ansieht. Nächste Woche gehen wir mit mehreren auf ein Konzert, es wird viel Alkohol geben. Zurzeit ist da viel Sehnsucht in mir nach körperlicher Zuneigung. Ich habe etwas Sorge, dass es sich auf die falsche Person projiziert. Nicht zuletzt kommt seine beste Freundin und Arbeitskollegin ebenfalls mit. Es gäbe keine Chance, dass dumme Entscheidungen privat blieben, denn ihre Klappe kann sie wirklich nicht halten, so gerne ich sie auch habe.
Ich sollte wirklich endlich ausgehen.
20.7.19 00:17


Ehrlich gesagt halte ich Monogamie für überholt und unrealistisch. Früher mag das funktioniert haben als die Menschen nur halb so viel Zeit miteinander verbringen mussten bis zu ihrem natürlichen Ende. Und gewiss ist die Idee schon auch sehr romantisch und hat etwas von Schicksal, zwei gegen den Rest der Welt. Aber ich glaube nicht mehr daran.
Dennoch...
Es gibt diese Menschen, die mir am Herzen liegen. In die sich zu verlieben so einfach wäre. In die ich in der Vergangenheit durchaus auch verliebt war. Und dann denke ich an Situationen mit diesen Menschen zurück...
Anfang des Jahres habe ich einen von ihnen wieder getroffen nach 3 Jahren. Es war die gleiche Zuneigung, Anziehung und Vertrautheit zu spüren wie immer. Dieses mal war nicht er es, der vergeben war, sondern ich. Es hat alles beeinflusst. Aber warum?
Weil es jemanden verletzen würde. Vielleicht nicht mich. Vielleicht nicht ihn. Aber vermutlich den Partner. So gerne ich die Monogamie hinter mir lassen würde, so sehr möchte ich gleichermaßen niemanden verletzen. Und ich habe das Gefühl, es würde jemanden verletzen unweigerlich. Ich bin ja noch nicht einmal in der Lage, es mir rein in der Phantasie auszumalen ohne mich schlecht dabei zu fühlen.
Es ist total verrückt. Sollte es nicht genügen, wenn ich nur auf mich schaute? Wenn ich es will und er es will, sollte dann nicht egal sein, was andere darüber denken oder wer noch davon betroffen ist? Aber das ist es eben leider nicht. Oder doch?
Gerne möchte ich die Zwänge der Monogamie hinter mir lassen und einfach schauen was passiert. Nur einfach ist nicht.
Darf Mensch mehr als einen Menschen zur gleichen Zeit lieben und begehren?
19.7.19 00:39


Manchmal wünschte ich, ich wäre einfacher. Es würde mir das Leben so viel leichter machen. Wenn ich meine eigenen Grenzen endlich überwinden könnte. Ich schränke ja sogar meine Gedanken ein. Normal kann das nicht sein...
14.7.19 23:46


Sich in jemanden zu verlieben, der in einer Beziehung steckt, ist einfach. Es ist sicher. Und so schön tragisch. Man weiß genau, dass es kein Happy End gibt. Man weiß von Anfang an, dass jede Hoffnung nur enttäuscht werden kann. Sich in ihn zu verlieben, wäre furchtbar einfach. Und so furchtbar feige. Es ließe mich den vergessen, der mich wirklich verletzen könnte.
14.7.19 19:11


Fynn hat eine neue Freundin. Ich weiß nicht, wie ich mich damit fühlen soll. Natürlich hatte ich erwartet, dass er nicht lange allein bleibt. Er ist weder der Typ, der gerne alleine ist, noch ist es ja sein Lebensplan, sich Zeit zu nehmen. Wenn er weiterhin so bald wie möglich ein Kind will, dann braucht er auch so schnell wie möglich eine neue Beziehung. Obwohl ich nichts über sie weiß, scheint sie doch jetzt schon besser zu ihm zu passen. Zumindest teilt sie sein liebstes Hobby. Dennoch... enttäuscht es mich. Es ist noch keine zwei Monate her, dass er mir von dem Jobangebot in meiner Nähe erzählt hat. Kaum zwei Monate, dass mir klar wurde, dass es wirklich und endgültig vorbei ist. Aber es sind auch schon zwei Monate. Die Zeit rennt hier so unbemerkt an mir vorbei, dass ich kaum realisiere, dass ich vor schon sechs Monaten ausgezogen bin. Es ist sein gutes Recht, der erste von uns zu sein, der in einer neuen Beziehung endlich das Glück findet, das wir uns nicht geben konnten. Ich gönne es ihm. Trotzdem enttäuscht es mich irgendwie. Und es verletzt mich, dass ich es von meinem Bruder erfahre und nicht von ihm. Ich wünschte, ich wüsste es nicht.
20.6.19 20:58


Ja, ich brenne aus. Seit vielen Jahren schon. Wie ein Bunsenbrenner auf höchster Stufe setze ich alles daran, keine Schwäche zu zeigen und niemanden zu enttäuschen. Für viele Menschen bin ich ein Leuchtfeuer, das neue Hoffnung bringt und frischen Wind. Gestern erst wurde mir über 30 Minuten lang erklärt, welche großartige Chance ich habe, aber auch bin, um etwas zu bewegen, und die eingefahrene Lethargie aus ihren Schienen zu reißen. Die ganze Zeit pochte scharfer Schmerz in meinem Kopf und verständnisvolles Lächeln ließ sich nur mühsam auf mein Gesicht zwingen. Ich brenne seit vielen Jahren in dem Versuch, das Feuer in anderen zu entfachen und am Leben zu erhalten. Im großen Ganzen bin ich doch nur ein kleines Licht. Der Verlust wird kaum auffallen, wenn dafür alle anderen hell erleuchten. Es wäre meine ganze Mühe wert, selbst wenn ich dabei erlöschen würde.

Wie gern würde ich jemanden kennenlernen, der mich unverbindlich fühlen lässt, dass ich noch am Leben bin... doch die Furcht, ihn zu enttäuschen, hält mich davon ab.
Es gibt Menschen in meinem Umfeld, die mir aktiv Kraft rauben mit ihrer Art zu leben. Sie sind wie schwarze Löcher, die unvorhersehbar kommen und gehen und sich dabei an ihren Mitmenschen bedienen. Auf der Arbeit kann ich sie kaum vermeiden. Doch ich habe Angst zu werden wie sie.

Ich kenne meine Fehler. Ich weiß, was ich tun müsste, um mein Leben zurück zu gewinnen. Doch zwei Wochen würden gerade reichen, die innere Mauer zu überwinden. Ich endete in einem Meer aus Tränen und hätte noch keine Heilung gewonnen.

Vor zehn Jahren war ich noch in der Lage zu weinen. Als ich jemanden liebte, der mein Leben bunt machte. Er war auf emotionale Weise vielfach gedankenlos grausam und manchmal auch bewusst, um meine Grenzen zu testen. Nach ihm habe ich meine Mauern hoch gezogen, höher als je zuvor. Es hat noch keinen gegeben, der sie überwinden konnte und ich war froh um den Schutz. Doch mittlerweile ist es ein Selbstläufer geworden.
Das Kitten war nahe dran an meiner Mauer. Zu der Zeit war ich bereit, sie fallen zu lassen. Aber er hat zuviel Verantwortung auf mir abgeladen, als dass ich diese hätte tragen können. Hätte ich meine Mauern fallen gelassen, hätte mich die Verantwortung für sein Glück, seine Hoffnung, sein Feuer nieder geworfen.

Wie gut kennt man den Menschen vor sich wirklich? Wie gut kennt irgendjemand dort draußen mich wirklich?
Selbst Izrael, der doch seit Jahren schon bei mir bleibt, verliert so langsam den Kontakt zu mir. Und es ist noch nicht einmal seine Schuld.

Zusammen gefasst brauche ich gerade vermutlich einfach einen Menschen, in dessen Armen ich zusammen brechen kann, ohne dass es sein Bild von mir ändert. Und der anschließend mit mir ins Bett geht, um mir genau das zu zeigen.
15.6.19 21:50


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