Nur den Menschen,
die du geliebt hast,
bist du wirklich begegnet
in dieser Welt.

Die anderen haben
deinen Weg nur gekreuzt.

by Hans Kruppa




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Fynn hat zugegeben, dass er nie zu mir zurück gekommen wäre, wenn er nicht geglaubt hätte, dass er mit mir schneller zu einem Kind kommt, als wenn er sich eine neue Freundin suchen und bei Null anfangen müsste. Tja, dumm gelaufen. Ich versuche, zu verhindern, dass es all meine Erinnerungen überlagert, auch wenn es mir wirklich schwer fällt, ist es doch das, was ich im Grunde immer gewusst habe. Es degradiert mich von einer eigenständigen, liebenswerten Frau, zu einem Brutkasten. Es bestätigt all meine Befürchtungen und Unsicherheiten der letzten Jahre und zeigt mir wieder einmal, dass ich recht hatte mit allem.
Doch vier Jahre lang habe ich versucht, mich davon zu überzeugen, dass ich falsch lag. Und all die Jahre davor habe ich ebenfalls schon all zu oft aus falscher Hoffnung gegen meine Intuition gehandelt. Nach all der Zeit, das muss ich sagen, bin ich nun nicht mehr in der Lage, mein Gegenüber richtig einzuschätzen. Was bedeutet dieser Blick, dieses Lächeln, dieses Emoji in der Nachricht? Ist es bloße Konversation und Freundlichkeit? Steht mir jemand gegenüber, der einfach nur nett ist, so wie ich immer einfach nur nett und höflich bin - was in dieser so verrohten Welt so schnell fehlinterpretiert wird? Oder trügt die Intuition nicht und es ist noch etwas anderes? Aber fühlt die Intuition es wirklich, oder käme es mir nur recht? Ich bin nicht mehr in der Lage, meine Intuition wahrzunehmen. Deswegen kann ich keine Menschen mehr lesen. Und ich bin selbst schuld daran.
Vielleicht kommt es ja wieder. Mit Zeit, Geduld und ach so vielen, peinlichen Fehlschlägen. Ich wünschte wirklich, es gelänge mir anders.
19.4.19 23:22
 


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PP / Website (20.4.19 08:16)
Ein Kind braucht Eltern, die es um seiner selbst Willen lieben und ein intaktes soziales Umfeld. Ein Kind mit jemand in die Welt setzen zu wollen, den man nicht wirklich liebt, sondern nur als "Geähr-Mutter" benutzt, zeigt nicht von der Reife, die ein Vater-Sein vorraussetzt.

Ein Kind kostet nicht nur Geld, denn es braucht zu Essen, es braucht Kleidung und erwartet, dass die Eltern ihm die erste berufliche Ausbildung bezahlen, es braucht auch ständig liebevolle und aufmerksame Zuwendung, braucht die Lebenserfahrung der Eltern, um sich auch moralisch zu entwickeln.

Ein Kind setzt man nicht mal so in die Welt, weil da jemand ist, der gebärfähig ist. Vielleicht liebt dich Fynn ja doch und hat nur Angst, es einzugestehen aus irgendeinem Grund. Anders kann ich es mir nicht vorstellen, es sei denn dieser Mensch hat nicht kapiert, dass das Leben kein Spiel ist, kein Versuch, der sich als wahr oder falsch herausstellt.

Ich verstehe deine innere Einstellung. Wenn man immer wieder enttäuscht wird, verliert man den glauben. Ich selbst muss auch immer wieder Menschen enttäuschen, aber nicht, weil ich zu viel verspreche, sondern weil die Menschen eine zu hohe Erwartungshaltung an mich haben, mich vereinnahmen. Das ist nicht mein Fehler.

Doch manchmal verspreche auch ich zu viel, in schwachen Momenten, wo ich dem Druck des anderen nachgebe, des lieben Friedens Willen. Da muss ich an mir arbeiten und stärker werden. Lügen kommen immer auf einen selbst zurück und die Probleme werden nicht leichter.

Danke für deine Denkanregung. Ich wünsch dir alles Liebe und Gute. PP


PP (20.4.19 08:34)
Über den Aphorismus von Hans Kruppa, von dem ich Gedichtbände besitze, lässt sich streiten. Wo fängt Liebe an und wo hört sie auf? Was bedeutet: "begegnen"? Nichts anderes als "den Weg kreuzen".

Diese Wortspielereien kann man schnell ad absurdum führen, wenn man sich mal richtig drauf einlässt.

Wichtiger ist, den anderen in seinem wahren Sein zu "erkennen", aber auch hier unterliegen wir oft der Täuschung: Du liebst einen Menschen, aber kannst doch nicht in seine Seele blicken. Man lernt auch nach Jahren noch neue Seiten an seinem geliebten Gegenüber kennen: Gute und Schlechte.

Denk mal drüber nach. Frohe Ostern

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