Nur den Menschen,
die du geliebt hast,
bist du wirklich begegnet
in dieser Welt.

Die anderen haben
deinen Weg nur gekreuzt.

by Hans Kruppa




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Vor kurzem sagte mir jemand, er könne Silvester nicht leiden. Es ginge immer nur um die Vorausschau. Immer nur um die Zukunft, die bitteschön besser zu werden hat als es die Gegenwart ist. Niemand würdigt, was hinter einem liegt. Der Jahreswechsel ist stets geprägt von der Erleichterung, dass "es" endlich vorbei ist und es nun eine neue Chance gibt, alles richtig zu machen. Als gäbe es die nicht jeden Tag. Jede Stunde. Als könnte man nicht in jeder Minute von vorne anfangen, wenn man es denn wirklich wollte.
Auch ich bin in diese Falle getappt. Habe mir erneut und viel zu leichtfertig vorgenommen, dass im neuen Jahr alles besser würde. Dabei sollte mir so langsam klar sein, dass es nur besser werden kann, wenn ich die Arbeit investiere, vor der ich in diesem Jahr zurückgeschreckt bin. Wem kann ich also die schuld daran geben, wenn es nicht geworden ist, wie ich es erträumt habe, wenn nicht mir selbst?
Und ehrlich sollte ich doch außerdem sein. Es war nicht alles schlecht. Ja, es lief nicht alles wie erhofft. Aber geht es mir wirklich so schlecht wie vor zwölf Monaten um diese Zeit? Mag sein, dass die Hoffnung damals größer war. Aber die Illusion gleichermaßen. So viel Kampf hat vor mir gelegen, der nun ausgefochten und maximal kleines Übel ist. Ich habe viel geschafft in den letzten Monaten und viel gewonnen. Wissen und Kraft und Selbstvertrauen. Ich habe geliebt. Andere aber auch mich selbst. Mehr als in den Jahren zuvor. Verzweiflung, Unsicherheit, dieser Abgrund in mir drin werden auch in Zukunft in mir sein. Ich sollte sie umarmen als Teil meiner selbst und nicht beständig versuchen sie fortzustoßen.
Ein Jahr geht zu Ende. Erneut. Viel, viel weniger erreicht als ich mir vorgenommen hatte. Erneut. Aber auch gewonnen, wo ich es nicht erwartet hatte. Ein Jahr geht zuende. Ich bin erleichtert. Doch ein wenig bedaure ich es auch.
30.12.19 20:55
 


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